Dolomiten (Dolomiti)
24.8.2011 - Tofana di Rozes (3225 m)
L1008620
Ein kleiner Piepmatz treibt sich am Gipfel herum und pickt Essensreste vom Boden.
Es ist für einmal keine Dohle, sondern ein Schneesperling. Diese Art lebt als Reliktvogel der Eiszeit in hochalpinen Zonen und ist unter 1000 Metern kaum anzutreffen.
Informationen zum Tier:
Art: Schneefink oder Schneesperling (Montifringilla nivalis).
Verbreitung: Von den Pyrenäen, den Alpen, den italienischen Abruzzen und dem Balkan bis nach Griechenland, dem Osten der Türkei und dem Kaukasus.
Regionale Verbreitung Alpen: Bergregionen, in den Alpen nistet er oberhalb der Baumgrenze zwischen 1900 und 3100 m.
Lebensräume: Der Schneefink ist ein Standvogel, er lebt in felsigen Bergregionen. Im Hochgebirge trifft man ihn oft in der Nähe von Gipfelstationen und Berggasthöfen an.
Bestände: Der Bestand beträgt in der Schweiz zwischen 4'000 und 8'000 Paare (Zählung 2004), der europäische Bestand liegt zwischen 520'000 und 1'600'000.
Merkmale: Der Schneefink erreicht eine Länge von 17 - 19 cm. Die Spannweite beträgt 34 - 38 cm, das Gewicht 32 - 47 Gramm. Die Flügel sind weiss, nur die Handschwingen und der Daumenfittich sind schwarz. Der Schwanz ist weiss mit einer dünnen schwarzen Endbinde, nur die innersten beiden Schwanzfedern sind schwarz. Die Beine und die Iris sind schwarz. Die Oberseite ist matt erdbraun, der Rumpf ist auf der Unterseite durchgehend weiss. Der Kopf ist grau. Im Sommer sind der Schnabel und die Kehle schwarz. Im Winter ist der dunkle Kehlfleck von hellen Federsäumen verdeckt. Der Schnabel ist im Winter elfenbeinfarben. Weibchen sind etwas blasser gefärbt als die Männchen.
Lebensweise: Der Schneefink ist ein verbreitet brütender Jahresvogel. Er entwickelt sich immer mehr zum Kulturfolger.
Nachwuchs: Das Nest wird in Spalten oder Nagetierbauten errichtet. Die Brut erfolgt im Zeitraum Mai bis Mitte August und beträgt 13 - 14 Tage. Das Gelege besteht aus 4 - 5 Eiern. Die Nestlingszeit beträgt 18 - 21 Tage.
Lebenserwartung: Schneefinken können 4 - 5 Jahre alt werden.
Nahrung: Insekten und Spinnentiere, im Winter Sämereien von Bergkräutern, ausgefallene Baumsamen sowie menschliche Essenabfälle.
Feinde: Raubvögel, besonders der Sperber.
L1008620

Flügelspannweite bis 38 cm, Körperlänge bis 19 cm.