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Berner Alpen (Alpes Bernoises)
6.7.2015 - Brigerbad (652 m) |
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N1016313
Ein Igel auf Nahrungssuche. Informationen zum Tier: Art: Braunbrustigel, Westeuropäischer Igel oder Westigel (Erinaceus europaeus). Verbreitung: Grosse Teile West- und Mitteleuropas, darunter die Britischen Inseln, die Iberische Halbinsel, Frankreich, Italien samt einigen Mittelmeerinseln, Deutschland, die Schweiz und Österreich, Teile des Baltikums, das nördliche Russland bis zum Uralgebirge, das südliche Finnland sowie das südliche Skandinavien. In Neuseeland eingeführt. Regionale Verbreitung Alpen: In der Schweiz im gesamten Mittelland und den Voralpen bis auf eine Höhe von etwa 1000 m. Lebensräume: Reich gegliederte Feldflur mit abwechslungsreichem Bewuchs aus Hecken, Gebüsch, Bodendeckern, Weideland, Feldraine mit Altgrasbestand oder Staudendickichten, kleinem Gehölz mit Totholzbeständen und Ruderalflächen. Auch an Laubwaldrändern sind sie zu finden. Sie meiden Nadelwälder, baum- und strauchlose Landwirtschaftsflächen und zu feuchte Habitate wie Moore. Bestände: Flächendeckende Bestandesaufnahmen für Igel liegen für Mitteleuropa nicht vor. Allein in Deutschland werden Jahr für Jahr etwa 500'000 Igel im Strassenverkehr getötet, was auf hohe Bestandeszahlen hinweist. Merkmale: Kopf-Rumpf-Länge ausgewachsener zweijähriger Tiere 22 - 30 cm, Beinlänge 10 – 15 cm, Schwanz etwa 2 cm. Körpergewicht 0.8 - 1.5 kg, in Abhängigkeit vom Lebensalter und Jahreszeit stark schwankend. Gewicht bei Aufbau von Fettreserven für das Winterhalbjahr bis über 1.5 kg, bei aufgebrauchten Fettreserven im Frühjahr gelegentlich nur noch 350 Gramm. Fell graubraun und relativ rauh, bedeckt Gesicht, Brust, Bauch, Beine. Stachelkleid aus 6000–8000 Stacheln zwischen 2 und 3 cm Länge, bedeckt hintere Kopfpartie, Rücken und Körperseiten. Lebensweise: Der Braunbrustigel ist ein dämmerungs- und nachtaktiver Einzelgänger mit zwei Hauptaktivitätsphasen, die eine zwischen 18 und 21 Uhr, die andere zwischen Mitternacht und 3 Uhr. Den Tag verschläft er in einem Nest, um in der Dämmerung und Nacht auf Nahrungssuche zu gehen. Das Gebiet, das ein Männchen regelmässig durchstreift, kann bis zu 100 Hektar umfassen. Weibchen dagegen nutzen Reviere, die selten grösser sind als 30 Hektar. Braunbrustigel sind grundsätzlich sehr ortstreu. Männchen legen während ihrer nächtlichen Nahrungssuche etwa 2 - 3 Kilometer zurück, Weibchen etwas weniger. Von Oktober oder November bis April hält der Igel Winterschlaf in einem geschützten, kugelförmigen Nest, als Winterquartier dienen ihm auch Reisig- oder Laubhaufen. Nachwuchs: Nach einer Tragezeit von rund 35 Tagen bringt das Weibchen zwischen Juni und September zwischen 2 und 10 Jungtiere zur Welt. Sie wiegen bei der Geburt 12 - 25 Gramm, haben noch geschlossene Augen und Ohren und verfügen über etwa 100 Stacheln. Im Alter von dreieinhalb Wochen verlassen die Jungen erstmals das Nest und versuchen selbständig Nahrung zu finden. Die Säugezeit dauert ungefähr bis zur 6. Woche. Die Geschlechtsreife erlangen sie mit etwa 9 Monaten. Lebenserwartung: Belegt ist für in freier Wildbahn lebende Igel ein Lebensalter von bis zu 7 Jahren, in Gefangenschaft 10 Jahre und mehr. Von 10 Jungigeln überleben aber nur ein oder zwei Tiere das erste Lebensjahr. Nahrung: Die Hauptnahrung besteht vorwiegend aus Insekten, darunter Käfer, Ohrwürmer, Schmetterlingsraupen sowie Tausendfüsser und Regenwürmer. Nacktschnecken zählen nicht zu seiner bevorzugten Nahrung, sie machen lediglich zwischen 1 und 5 Prozent derselben aus. Auch nestjunge Säugetiere wie Mäuse oder Maulwürfe werden gelegentlich verspeist, auch in Form von Aas. Vogeleier und -küken stellen während der Brutsaison einen wichtigen Anteil der Nahrung dar. Feinde: Hauptsächlich Uhu und Dachs, aber auch Raubtiere wie Marder und Füchse sowie Steinadler. |
Körperlänge bis 30 cm. |