Glarner Alpen
2.6.2017 - Langnau a.A. (Langnauer Berg, 686 m)
N1023534
Eine ausgewachsene Raupe der Grasglucke frisst an einem Grashalm.
Informationen zum Tier:
Art: Grasglucke (Euthrix potatoria).
Verbreitung: Europa ohne den hohen Norden und den Mittelmeerraum, ostwärts bis nach Japan.
Regionale Verbreitung Alpen: In Höhen bis 1500 m.
Lebensräume: Lichte Wälder, Röhrichte, Moorwiesen und andere Feuchtgebiete.
Merkmale: Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 40 - 65 mm. Sie haben eine ockergelbe bis dunkel rotbraune Flügelgrundfärbung, wobei die Männchen meist dunkler sind als die Weibchen und manchmal auch einen violetten Schimmer haben können. Auf den Vorderflügeln verlaufen etwa bei den Flügeldritteln zwei dunkelbraune, schräge Linien, wobei die vordere fast gerade ist. Zwischen der hinteren, deutlich schrägen Linie und dem distalen Flügelrand verläuft genau in der Mitte eine dunkelbraune Zackenbinde, die aber meist nur schwach angedeutet ist. In der Mitte des Vorderflügels nahe dem Flügelvorderrand befinden sich ein grösserer und ein kleiner weisser Fleck. Diese Flecken sind gelegentlich braun gekernt.
Ei: Die ovalen, beidseitig eingedrückten Eier sind von grauweisser, leicht rötlicher oder weisslichgrüner Farbe. Sie werden einzeln oder in Häufchen an Grashalme oder an die Stämme kleiner Sträucher abgelegt und mit einer klebrigen Masse überzogen.
Raupe: Sie wird bis 75 mm lang und ist mit ihrer bunten Färbung unverwechselbar. Sie hat eine dunkelgraue, je nach Alter ins bläuliche gehende Grundfärbung. Links und rechts des Rückens verläuft ein Band gelber bis oranger Flecken. Neben ihnen entspringen kurze, dichte, schwarze Haarbüschel. An den Seiten nach unten hin wachsen dichte, weisse Haarbüschel, die paarweise oder dreifach angeordnet sind. Ansonsten ist sie grösstenteils mit langen, rostbraunen Haaren bedeckt. Zusätzlich hat sie am Rücken des dritten Segmentes einen orangeroten und am vorletzten Segment einen schwarzen, langen und sich deutlich abhebenden Haarbüschel. Die braunen Haare brechen bei Berührung ab. Die Raupe findet man von Ende August bis in den Juni des Folgejahres an verschiedenen harten Gräsern in Feucht- und Sumpfgebieten. Sie ist nachtaktiv, sitzt aber auch tagsüber oben auf den Gräsern. Sie hat ein grosses Feuchtigkeitsbedürfnis und nimmt regelmässig Wassertropfen zu sich. Die Überwinterung erfolgt auf Gräsern sitzend.
Puppe: Die Verpuppung erfolgt in einem pergamentartigen, gelblichweissen, mit Borsten bedeckten Kokon, der nahe der Erde an Grashalmen oder Stengeln angebracht wird. Die Puppe selbst ist schwarzbraun, glatt und glänzend.
Falter: Die nachtaktiven Falter fliegen von Mitte Juni bis Ende August. Die Weibchen sind bereits ab dem späten Nachmittag aktiv.
N1023534

Körperlänge bis 75 mm