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Berner Alpen (Alpes Bernoises)
13.9.2017 - Naters (Drieschtneri-Suone, 872 m) |
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N1024955
Eine Rotbeinige Baumwanze verweilt auf der Sitzfläche eines am Weg stehenden Bankes. Informationen zum Tier: Art: Rotbeinige Baumwanze (Pentatoma rufipes). Verbreitung: Europa, ostwärts bis nach Kleinasien und über Sibirien und Zentralasien bis Nordchina, Korea und Japan und Indien. Regionale Verbreitung Alpen: Bis in Höhen von 1500 m. Lebensräume: Waldränder, Parkanlagen und Gärten. Merkmale: Mit einer Körperlänge von 13 - 15 mm ist sie eine der grössten mitteleuropäischen Wanzenarten. Sie ist im Herbst dunkelbraun, im Sommer heller, meist bronzefarben gefärbt. Die Seitenränder des Halsschildes (Pronotum) sind stark nach oben geschwungen und laufen in fast rechteckig gewinkelte und jeweils mit einem spitzen Zahn versehene Lappen aus. Das Schildchen (Scutellum) ist an der Spitze leuchtend orange gefärbt. Die Beine und das erste Segment der Fühler sind meist rotbraun. Der dünne Rüssel (Rostrum) ist sehr lang und erreicht den Hinterrand des 2. Hinterleibssegmentes. Lebensweise: Sie sind an Sträuchern und auf Laubbäumen wie Eiche, Linde, Ahorn, Birke oder Hainbuche sowie seltener auch an Kiefer oder Fichte zu finden, wo sie meist in den Baumkronen leben. Als Schädlinge treten sie zum Teil im Obstbau auf (Kirsche, Himbeere). Nahrung: Die Tiere ernähren sich saugend an Trieben, Knospen und Früchten. Auch Insekten und deren Entwicklungsstadien sowie tote Gliederfüsser werden mitunter nicht verschmäht. Paarung: Sie pflanzen sich im Spätsommer fort, meist im August. Ei: Die Weibchen legen nach der Paarung die Eier auf Blättern und Zweigen von Laubbäumen ab. Die Gelege sind vier- bis fünfreihig und bestehen aus bis zu 14 Eiern. Larven: Nach gegen 14 Tagen erfolgt der Schlupf der Larven. Unmittelbar nach dem Schlupf weisen sie eine gelbliche Färbung auf. Nach einem Tag sind der Panzer sowie die Beine ausgehärtet, es stellt sich eine bräunliche Färbung ein. Die Larven ernähren sich überwiegend von Pflanzensäften, nehmen aber mitunter auch tierische Nahrung zu sich. Sie überwintern im Gegensatz zu anderen Baumwanzen als etwa 3 mm grosse Junglarven im 2. oder 3. Larvenstadium gut geschützt in Rissen und Spalten der Borke von Stamm und Ästen. Nach weiteren 2 - 3 Larvenstadien ist im Frühsommer die Entwicklung abgeschlossen. Imago: Imagines treten ab Juni bis in den November auf. Lebenserwartung: Weibliche Imagines bis zu 6 Monate. Feinde: Spinnen, Vögel. |
Körperlänge bis 15 mm |