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Berner Alpen (Alpes Bernoises)
29.9.2017 - Riederfurka (2064 m) |
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N1025120
Ein männliches Exemplar des Gemeinen Warzenbeissers ist in der niedrig wachsenden Bergwiese unterwegs. Informationen zum Tier: Art: Gemeiner Warzenbeisser (Decticus verrucivorus). Verbreitung: Europa, westwärts bis zu den spanischen Pyrenäen, Südwärts bis nach Griechenland und in die Türkei, nordwärts bis in den Süden Englands und Skandinaviens. Gegen Osten reicht das Areal bis weit in den asiatischen Raum. Regionale Verbreitung Alpen: Bis in Höhen von über 2500 m. Lebensräume: Magere, sonnenexponierte, mässig wüchsige, reich strukturierte Standorte mit einer gewissen Bodenfeuchte wie Ackerbrachen, niedrig wachsende Bergwiesen, Trockenrasen, gut besonnte Feuchtwiesen und Moore. Merkmale: Die Männchen werden 24 - 38 mm, die Weibchen 26 - 44 mm lang. Die Färbung variiert zwischen grün, gelbbraun und schwarzbraun. Oft sind die Tiere aus einer Mischung dieser Farben gescheckt. Die Körperunterseite ist immer gelblich. Die Flügel haben dunkelbraune Würfelflecken. Sie sind schmal und klein im Vergleich zum massigen Körper. Bei den Männchen sind die Vorderflügel im Mittel 27 mm lang. Die Länge der Hinterflügel, die in Ruhe von den Vorderflügeln vollständig verdeckt sind, beträgt im Mittel 25 mm. Bei den Weibchen messen die Vorderflügel im Mittel 29 mm, die Hinterflügel 27 mm. Die Fühler sind etwa körperlang. Die lange Legeröhre (Ovipositor) der Weibchen ist leicht nach oben gebogen. Die Cerci der Männchen tragen hinter der Mitte Zähnchen. Lebensweise: Warzenbeisser sind tagaktiv. Die geschlechtsreifen Männchen singen nur bei Sonnenschein. Sie haben einen artspezifischen Gesang, der aus langen Folgen von kurzen Zick-Lauten besteht, die durch Intervalle getrennt sind. Nahrung: Tierische und pflanzliche Kost, auch Heuschrecken und Kannibalismus. Paarung: Bei der Paarung klammert sich das Männchen mit den Vorderbeinen an der Legeröhre des Weibchens an. Ei: Die hellen Eier werden einzeln bevorzugt in vegetationslose Böden gelegt. Unter idealen Bedingungen schlüpfen die Larven im April des Folgejahres. Die Eier sind in der Lage, bis 7 Jahre im Boden zu überdauern. Larve: Bis die Larven ausgewachsen sind, vergehen etwa 1½ Jahre. Sie durchlaufen 7 Stadien. Imago: Erwachsene Tiere sind in Mitteleuropa ab Anfang Juni bis in den Oktober zu beobachten. Lebenserwartung: Als Imago bis 5 Monate. Feinde: Zu ihren Fressfeinden gehören Spinnen, Vögel, Reptilien oder Säugetiere wie Fuchs, Igel oder Spitzmaus. |
Körperlänge bis 38 mm |