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Glarner Alpen
23.5.2018 - Oberrieden (Hasenrain, 566 m) |
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N1026143
Ein Landkärtchen der ersten Generation saugt Nektar. Informationen zum Tier: Art: Landkärtchen (Araschnia levana). Verbreitung: Von Spanien über Mittel- und Nordeuropa durch Mittelasien bis nach Korea und Japan. Regionale Verbreitung Alpen: Flach- und Hügelland tiefer Lagen, bis in Höhen von 1000 m, selten darüber. Lebensräume: Feuchte Hochstaudenfluren mit Brennnesseln, lichte Wälder, Waldränder, Übergangsmoore. Merkmale: Die weiblichen Falter sind grösser als die männlichen. Im Durchschnitt beträgt die Spannweite bei den Männchen 32 mm bei der ersten und 38 mm bei der zweiten Generation. Bei den Weibchen liegen die Spannweiten bei 38 und 43 mm. Der schlanke Körper ist schwarzbraun, unterseits heller, mit weisslichen Segmentringen und leicht behaart. Die Falter haben behaarte Facettenaugen und zottige Palpen. Die am Ende kolbenförmig verdickten Fühler sind etwa halb so lang wie die dreieckigen Vorderflügel mit ihrer stumpfen Flügelspitze. Die rundlichen Hinterflügel haben einen gewellten Aussenrand. Die Falter der Frühlingsgeneration zeigen auf der Flügeloberseite eine bräunlichrote bis orangefarbene Grundfarbe, die mit schwarzen Flecken durchsetzt ist. Um die Spitzen der Vorderflügel befinden sich weisse Flecken. In der Submarginalregion befindet sich ein blaues Fleckenband. Die Flügeloberseite der Sommergeneration hat eine schwarzbraune bis schwarze und manchmal auch blauschwarze Grundfarbe. Auf den Hinterflügeln befindet sich ein cremefarbenes, unterbrochenes Band, das sich auf den Vorderflügeln mit mehreren gleich gefärbten Flecken fortsetzt. Daneben befinden sich weitere solche Flecken auf den Vorderflügeln, die aber deutlich kleiner und strichförmig sind. Im Gegensatz zur Flügeloberseite unterscheidet sich die Flügelunterseite der beiden Generationen nur geringfügig. Die dunkle Grundfarbe, die bei der Frühlingsgeneration heller ist, wird von einer hellen Linienstruktur aus Schuppen auf den Flügeladern unterbrochen. Ein oft dunkel gesprenkeltes helles Band in der Postdiskalregion der Flügelunterseite ist bei der Sommergeneration stärker ausgebildet. Dagegen ist bei der Frühlingsgeneration ein verwischter violetter Fleck mit weissem Kern stärker ausgeprägt. Lebensweise: Die Falter benötigen Lebensräume mit reichlich blühenden Stauden. Ei: Die Eier werden in Form einzelner kleiner Säulchen mit bis zu 10 Eiern an die Unterseite der Futterpflanze geklebt. Die gesamte Eiablage besteht am ersten Tag aus durchschnittlich 60 Eiern, die auf 3 - 5 gleich lange und einige kürzere Säulchen verteilt werden. Unter günstigen Bedingungen erfolgen an den darauf folgenden Tagen weitere Ablagen, allerdings mit weniger Eiern. Die anfangs grünen Eier verfärben sich mit der Zeit zunächst gelb, sie werden dann dunkel, bis nach ungefähr 10 Tagen die Eiräupchen schlüpfen. Raupe: Die schwarzen Raupen tragen verzweigte Dornen an jedem Körpersegment und werden 25 mm lang und 0,2 Gramm schwer. Der Körper ist fein weiss gefleckt und hat unterbrochene, gelblichweisse Seiten- und Rückenstreifen. Die Bauchbeine sind gelblichbraun. Die Raupen tragen ein Dornenpaar auf dem schwarzen Kopf, das ab dem zweiten Larvenstadium (L2) sichtbar wird. Im L2 sind es nur zwei dünne, unverzweigte Stacheln; im L3 sind es mehrere Stacheln, die fast unmittelbar am Kopf austreten. Im L4 sind die Dornen stachelige Hörnchen, die im L5 noch deutlich länger sind. Die Raupen leben zunächst gesellig und verteilen sich mit steigendem Futterbedarf immer mehr. Sie fressen bevorzugt Brennnesseln, aber auch Gewöhnlichen Klettenkerbel. Insgesamt häuten sie sich viermal während ihrer Entwicklung. Das Larvenstadium L3 ist mit nur etwa 3 Tagen das kürzeste und L5 das längste, mit rund einem Drittel der Gesamtzeit von etwa 18 Tagen. Den beiden Generationen entsprechend findet man die Raupen im Mai/Juni sowie im August/September. Puppe: Die verpuppungsreifen Raupen befestigen an geeigneter Stelle ein kleines Polster aus Spinnfäden. Daran verankern sie ihre Nachschieber und harren etwa 2 Tage im Vorpuppenstadium aus. Wie bei Stürzpuppen üblich, platzt die Haut am Rücken auf und die Puppe wird nach heftigem Drehen und Krümmen sichtbar. Anfangs sind die Puppen grün und werden immer dunkler, wobei einzelne, metallisch glänzende Flecken bestehen bleiben. Die Sommergeneration schlüpft nach etwa 14 - 18 Tagen. Die anschliessenden Herbstpuppen überwintern und liefern dann die Falter der Frühlingsgeneration. Der Schlupf erfolgt meist am Vormittag. Nach etwa 2 - 3 Stunden sind die Falter flugfähig. Falter: Es fliegen zwei Generationen von April bis Juni und von Juli bis August. Selten kommt eine partielle dritte Generation vor. Fressfeinde: Bei Raupen polyphage Schlupfwespen, Raupenfliegen, Vögel, Tausendfüsser, Spinnen, Weberknechte, Raubwanzen und Florfliegenlarven. Bei Falter Krabbenspinnen, Ameisen und Florfliegen. |
Flügelspannweite bis 38 mm |