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Appenzeller Alpen
2.6.2018 - Wattwil (Älplisattel, 1185 m) |
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N1026349
Auf dem Karrenweg durch die Weiden der Alp Schwämmli zeigt ein Distelfalter seine herrlich gefärbten Flügel. Informationen zum Tier: Art: Distelfalter (Vanessa cardui). Verbreitung: Distelfalter sind Wanderfalter und kommen in ganz Europa, Nordafrika, Asien, Nordamerika und Australien vor. Die Häufigkeit des Vorkommens nördlich der Alpen ist starken Schwankungen unterworfen. Regionale Verbreitung Alpen: Bis in Höhen von 3000 m. Lebensräume: Trockenes Gelände wie Trockenrasen. Wo Disteln wachsen, findet man sie nahezu überall in grosser Zahl. Merkmale: Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 45 - 60 mm. Die Spitzen der Vorderflügel sind schwarz gefärbt und tragen mehrere grosse und kleine weisse Flecken. Das Wurzelfeld bzw. die innere Flügelhälfte weist eine orange und schwarz gefleckte Zeichnung auf. Der Flügelansatz ist gelbbraun gefärbt. Die Hinterflügel sind am Ansatz ebenfalls gelbbraun und weisen ein ausgedehntes, der Zeichnung der Vorderflügeln ähnelndes Muster auf. Dessen schwarze Flecken sind aber nur am Flügelaussenrand kräftig gefärbt, die anderen Flecken sind blass. Die Unterseite der Hinterflügel ist weiss und in verschiedenen Brauntönen marmoriert und trägt am Aussenrand fünf unterschiedlich grosse Augenflecke. Die Unterseite der Vorderflügel ist wie die Oberseite gefärbt, aber deutlich blasser. Am Vorderrand sind daneben zwei grössere helle Flecken sichtbar. Das Schwarz der Flügelspitzen ist zum Teil mit Brauntönen vermischt und zur Flügelbasis hin kann das Orange in Richtung rot gefärbt sein. Lebensweise: Die tagaktiven Wanderfalter findet man oft beim Saugen von Nektar an Distelblüten und an Schmetterlingsflieder. Indem sie sich vom Wind tragen lassen, können sie bei ihren Wanderungen weite Strecken zurücklegen. Dadurch erreichen sie sogar den hohen Norden Europas. In den neu besiedelten Gebieten vermehren sie sich zum Teil sogar mehrmals. Die Nachkommen wandern aber wieder in für sie günstige Gebiete ab, da sie tiefe Temperaturen im Winter nicht überstehen können. Ei: Die Weibchen legen ihre kegelförmigen, gräulichen und längsgerillten Eier einzeln an der Blattoberseite der Futterpflanzen ab. Dabei setzen sich die Tiere waagerecht an der Oberseite der Pflanzen ab und legen das Ei auf ein unter sich befindliches Blatt ab, zu dem sie den Hinterleib hinstrecken. Raupe: Die Raupen werden etwa 40 mm lang und tragen auf jedem Segment einen Dornenring mit sich verästelnden Dornen. Ihre hell gelbliche bis grünbraune Körpergrundfärbung wird von einem feinen, variabel dunklem Muster dominiert. Der Rücken und die Segmentringe zwischen den Dornen sind meist mit mehr Gelb gefärbt, die Basis der Dornen ist meist rötlich. Es gibt aber auch sehr helle Raupen, die sehr viel Weiss in ihrer Färbung aufweisen. Die Raupen der ersten neu ausgebildeten Generation findet man von Juni bis Juli, die der zweiten von August bis September. Die nach etwa 2 Wochen aus den Eiern schlüpfenden Raupen spinnen die Blattspitze, später das ganze Blatt zusammen, so dass sie geschützt fressen können. Bei Disteln spinnen sie ein Gespinst zwischen Blattansatz und Stiel. Sie ernähren sich je nach besiedeltem Gebiet von einer Vielzahl verschiedener Pflanzenfamilien. Puppe: Nach etwa 1 Monat verpuppt sich die Raupe. Die Puppe ist grau oder braun mit goldglänzenden Punkten auf der Bauchseite. Die Puppenruhe dauert 2 Wochen. Falter: In ihren Ursprungsgebieten kommen sie das ganze Jahr über ohne Diapause vor und bilden eine Generation nach der anderen aus. In Europa fliegen die Falter von Mai bis Juli ein. Sie bilden dann je nach Klima bis zu zwei Generationen aus, die von Juli bis August und von September bis Oktober fliegen. Nördlich der Alpen gelingt eine Überwinterung nur in Ausnahmefällen. |
Flügelspannweite bis 60 mm |