Berner Alpen (Alpes Bernoises)
26.6.2018 - Riederhorn (2230 m)
N1026559
So viele Schwalbenschwänze wie am heutigen Tag habe ich nun wirklich noch nie gesehen.
Alleine sieben Falter fliegen am Gipfel umher. Und am Südrücken sind sicherlich ein weiteres Dutzend Tiere auszumachen.
Informationen zum Tier:
Art: Schwalbenschwanz (Papilio machaon).
Verbreitung: Grosse Teile der Nordhalbkugel von Europa bis Asien und Japan.
Regionale Verbreitung Alpen: Die vertikale Verbreitung beträgt von Meereshöhe bis über 2000 m.
Lebensräume: Sonniges und offenes Gelände wie magere Grünlandbestände oder Trockenrasen.
Merkmale: Flügelspannweite 50 - 75 mm, Länge 21 - 27 mm, die Weibchen meist etwas grösser als die Männchen. Der Falter ist gelb und schwarz gemustert, mit einer blauen Binde und roten Augenflecken an der hinteren Innenseite der Hinterflügel. An den Hinterflügeln stehen kurze, grösstenteils schwarz gefärbte Schwänzchen ab. Die zweite Generation eines Jahres unterscheidet sich durch kräftige Farben und gelb bestäubte schwarze Zeichnungselemente von der ersten Generation des Jahres.
Ei: Die Eier werden in Bodennähe an den Blättern der Futterpflanze abgelegt. Sie sind kugelig mit schwacher Skulptur und unmittelbar nach der Ablage rahmweiss. Später verfärben sie sich ins Bräunliche und vor dem Schlupf der Raupen sind sie bleigrau.
Raupe: Die Raupen findet man im Mai und Juni sowie im August und September an Doldengewächsen wie Wilde und Garten-Möhre, Fenchel, Dill, Pastinak oder Wiesen-Silge, aber auch an anderen Pflanzen mit gleichen chemischen Inhaltsstoffen wie Weinraute und Diptam. Wenn sie sich bedroht fühlen, stülpen sie zur Abschreckung eine orange gefärbte Nackengabel (Osmaterium) heraus, die einen Duftstoff absondert. Anfangs sind sie schwarz mit orangeroten Punkten und einem weissen Sattelfleck. Ausgewachsen sind sie etwa 45 mm lang, unbehaart, grün gefärbt und haben schwarze Querstreifen mit gelben oder orangeroten Punkten.
Puppe: Grüne, gelbe oder braune, kopfaufwärts befestigte Gürtelpuppe. Die Puppen der letzten Generation eines Jahres überwintern.
Falter: Die erste Generation fliegt in Mitteleuropa je nach lokalem Klima von April bis Mai, die zweite im Juli und August und bei idealen Verhältnissen eine dritte im September und Oktober. Die Falter ernähren sich vom Nektar blütentragender Pflanzen, die Lebensdauer liegt bei 3 - 4 Wochen. Sie sind für ihre Gipfelbalz bekannt. An markanten Erhebungen wie Hügeln, Bergkuppen oder Burgruinen segeln sie immer wieder den Hang hinab auf der Suche nach Geschlechtspartnern. In Teilen ihres Verbreitungsgebietes wandern die Falter und erschliessen damit je nach klimatischen Verhältnissen zumindest zeitweise neue Lebensräume.
N1026559

Flügelspannweite bis 75 mm