Walliser Alpen (Alpes Valaisannes, Alpi Vallesanne)
29.6.2018 - Bürchen (Nasse Pletscha, 1903 m)
N1026594
Ein Admiral lässt sich auf der leicht feuchten Erde nieder.
Informationen zum Tier:
Art: Admiral (Vanessa atalanta).
Verbreitung: In Nordwestafrika von Marokko bis Tunesien, auf allen Mittelmeerinseln sowie von Westeuropa über ganz Europa, Kleinasien, den Kaukasus bis in den Westen Asiens in Westsibirien, das nördliche Tian Shan, den Dsungarischer Alatau, den Altai und das Sajangebirge. Stark von Wanderungen hängt das Vorkommen in den nördlichen Breiten in Eurasien (Island, Irland, Grossbritannien, Fennoskandinavien, Sibirien) ab, wo die Falter den 60. Breitengrad erreichen können.
Regionale Verbreitung Alpen: Bis in Höhen von 2500 m.
Lebensräume: Als Wanderfalter leben sie in verschiedenen Lebensräumen wie Wäldern, landwirtschaftlich genutztem Gelände, Gärten oder Siedlungsgebiet.
Merkmale: Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 50 - 65 mm. Sie haben dunkelbraune Vorderflügeloberseiten, auf denen etwa in der Mitte eine breite, gezackte, rote Binde verläuft. Die Weibchen haben in dieser fast immer einen kleinen weissen Fleck. Die Spitzen der Vorderflügel sind schwarz gefärbt und tragen einen grossen weissen Balken sowie mehrere kleine, weisse Flecken. Die Hinterflügel sind ebenfalls dunkelbraun gefärbt und tragen eine breite rote Binde am Flügelaussenrand. In dieser verläuft in der Mitte eine schwarze Punktreihe. Am äussersten Rand aller vier Flügel verläuft eine sehr dünne weisse Linie, die kurz durch schwarze Punkte unterbrochen wird. Die Unterseite des Vorderflügels entspricht der Oberseite, ausser dass der Bereich zwischen Apex und den weissen Flecken hell- und dunkelbraun marmoriert ist und zwei bläuliche Linien oder grosse blaue Flecken sich zwischen der Zelle und dem subapikalen weissen Flecken befinden. Ausserdem ist das rote Band dunkler und der Innenrand unregelmässiger. Die Hinterflügelunterseite ist in verschiedenen Brauntönen mit rötlichen, schwarzen und violetten Einsprengungen marmoriert. Ein weisser oder gelblicher Fleck mittig am Vorderrand hebt sich gut vom restlichen dunklen Flügel ab, am Aussenrand verläuft eine unscharf begrenzte graue Binde.
Lebensweise: Häufig kann man die Falter auf Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii), Brombeeren (Rubus fruticosus), Prächtiger Fetthenne (Hylotelephium spectabile) oder Wasserdost (Eupatorium cannabinum) beobachten. Im Herbst saugen sie gerne auf am Boden aufgeplatztem Fallobst und an Efeublüten (Hedera helix). Die Männchen warten hauptsächlich vom Nachmittag bis zum Abend auf erhöhten Stellen wie Hügeln, Büschen oder Dächern auf Weibchen.
Ei: Die Weibchen legen ihre blassgrünen Eier einzeln an halbschattig stehenden Futterpflanzen ab.
Raupe: Die stacheligen Raupen werden etwa 40 mm lang. Sie sind in ihrer Färbung je nach Verbreitungsgebiet variabel, grundsätzlich aber gelblich grau oder braun bis schwarz gefärbt und haben an den Seiten eine Fleckreihe aus unterschiedlich grossen cremefarbenen Flecken. Diese sind besonders bei dunklen Raupen deutlich. Manchmal fehlen sie aber völlig. Die Kopfkapsel ist schwarz oder bei blasseren Raupen braun. Sie ernähren sich in Mitteleuropa ausschliesslich von der Grossen Brennnessel (Urtica dioica). In den südlichen Verbreitungsgebieten fressen sie auch an Glaskräutern (Parietaria). Die junge Raupe spinnt aus jungen Blättern oder deren Teile ein Nest zusammen. Die ältere Raupe beisst Blattstiele durch und spinnt die Blätter zu den typischen auffälligen Blatttüten zusammen, in denen sie lebt.
Puppe: Die Stürzpuppe ist graubraun, rotgrau oder grüngrau mit bronzenem Schimmer Sie ist mit einem Netz feiner, dunkler Linien überzogen. Auf der golden gesprenkelten Bauchseite verläuft links und rechts eine Reihe kegelförmiger goldener Ausstülpungen.
Falter: Die Falter fliegen in Mitteleuropa in einer Generation von Juni bis Oktober, in warmen Gebieten auch in 3 - 4 Generationen von Februar bis November. Überwinternde Falter können im Winter angetroffen werden, wobei die Tiere in der Regel beim ersten stärkeren Frost sterben.
N1026594

Flügelspannweite bis 65 mm