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Berner Alpen (Alpes Bernoises)
14.8.2018 Brigerbad (Campingplatz, 658 m) |
Flügelspannweite bis 75 mm |
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N1027269
Ein weiblicher Eichenspinner ruht an einer Mauer. Informationen zum Tier: Art: Eichenspinner (Lasiocampa quercus). Verbreitung: Europa mit Ausnahme des hohen Nordens und Teilen des Mittelmeergebietes, östlich bis zum Altai. In Mitteleuropa stellenweise häufig, strichweise aber auch fehlend. Regionale Verbreitung Alpen: Bis in Höhen von über 2000 m, nahe der Baumgrenze häufig. Lebensräume: Lockere Wälder, Moorgebiete. Merkmale: Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 45 - 75 mm. Beide sich deutlich voneinander unterscheidenden Geschlechter (Sexualdimorphismus) haben sehr variabel gefärbte Flügel. Die Vorderflügel der Männchen haben meist eine kastanienbraune Grundfärbung und etwa zwischen den hinteren beiden Flügeldritteln eine breite, zur Flügelspitze nicht scharf begrenzte, gelb gefärbte, leicht geschwungene Binde. Daneben ist ein weisser, dunkel gerandeter Diskoidalfleck auffällig. Die Hinterflügel sind gleich gefärbt, haben aber keine Diskoidalflecken. Die Weibchen sind deutlich heller gefärbt und auch wesentlich grösser als die Männchen. Sie haben ockergelbe oder hellbraune Flügel, auf denen die gelbe Binde nur undeutlich erkennbar ist. Auf den Vorderflügeln haben sie ebenfalls weisse, dunkel gerandete Diskoidalflecken. Ei: Die Weibchen lassen die Eier im Flug auf die Vegetation fallen. Diese sind länglich rund und von ockergelber oder brauner Farbe. Raupe: Die Raupen werden etwa 80 mm lang. Sie sind dicht behaart und besitzen Brennhaare, die ein Nesselgift enthalten. Sie haben eine schwarze Grundfärbung, wobei der Rücken junger Raupen auf jedem Segment eine gelbe Raute trägt, die in der Mitte nach hinten verlaufend einen weissen Fleck besitzt. Ältere Tiere sind bräunlich-grau gefärbt und haben an den Seiten ein Rautenmuster. Diese Rauten sind auf der einen Seite hell, an der anderen Seite braun gefärbt. Die Raupen haben zusätzlich dichte, graubraune Haarpolster am Rücken. Zwischen den Segmenten befinden sich kahle, schwarze Streifen. Die Raupen findet man ab August bis in den Mai des nächsten Jahres, sie überwintern somit. Sie ernähren sich von verschiedenen Sträuchern wie Schlehdorn (Prunus spinosa), Brombeere (Rubus fruticosus), Besenginster (Cytisus scoparius), Blaubeere (Vaccinium myrtillus), Rauschbeere (Vaccinium uliginosum), Weide (Salix spec.) oder Besenheide (Calluna vulgaris). Puppe: Die Verpuppung erfolgt im Zeitraum Ende Mai bis Anfang Juni in einem pergamentartigen, festen, ovalen Kokon am Boden. Die Puppe ist gedrungen, dick und schwarzbraun. Die Puppenruhe dauert einige Wochen. Im Gebirge oder in Hochmooren kann es auch zu einer oder zwei Überwinterungen kommen. Falter: Die Falter fliegen je nach Höhenlage von Ende Mai bis in den August. Die Männchen fliegen tagsüber auf der Suche nach Weibchen wild umher. Diese wiederum sind in der Regel nachtaktiv, nur in höheren Lagen fliegen sie auch am Tag. |