Berner Alpen (Alpes Bernoises)
13.9.2018
Brigerbad (Campingplatz, 658 m)


Flügelspannweite bis 46 mm

N1028137
Diese Saateule sitzt nicht etwa auf meinem Objektiv, sie hat sich vielmehr auf einem Spiegel niedergelassen.
Informationen zum Tier:
Art: Saateule (Agrotis segetum).
Verbreitung: Mit Ausnahme von Nordskandinavien, Nordrussland, dem europäischen Kaukasusgebiet und einigen Nordseeinseln in fast ganz Europa beheimatet, die Verbreitung reicht bis ins tropische Afrika und weit nach Asien hinein.
Regionale Verbreitung Alpen: In Höhen bis weit über 2000 m.
Lebensräume: Hauptsächlich in Feld- und Gemüseanbaugebieten und in Gärten, aber auch in Berg- und Talwiesen im Bereich von Waldgebieten, in Steppenheiden und grasigen Zwergstrauchheiden sowie in Trockenrasen an Feldrainen und Feldwegen.
Merkmale: Die Falter sind klein bis mittelgross und haben eine Flügelspannweite von 30 - 46 mm. Die Grundfarbe der Vorderflügel ist sehr variabel und reicht von einem hellen Grau bis fast schwarz. Auch die Zeichnung der Vorderflügel ist äusserst variabel und reicht von scharf gezeichnet bis fast zeichnungslos. Die stark gezeichneten Exemplare besitzen eine wellige oder gezackte innere Querlinie, eine gezackte Wellenlinie und eine gezackte Saumlinie sowie zwei nierenförmige Makel. Es gibt alle Übergange bis zu fast zeichnungslosen Exemplaren, kaum ein Individuum gleicht dem anderen. Zur Unterscheidung von anderen ähnlichen Arten dienen die Fühler des Männchens, die in der unteren Hälfte stark doppelkämmig sind. Die Hinterflügel sind hell bis leicht durchsichtig. Beim Weibchen sind sie oft grau gerandet. Im Durchschnitt sind die Weibchen dunkler gefärbt.
Ei: Die Eier sind grünlich bis gelblichweiss und schwach längs gerippt. Sie werden in kleinen bis mittelgrossen Gruppen auf Blättern abgesetzt.
Raupe: Die Raupen sind glänzend grau bis leicht rötlich. Die Rückenlinie ist hell und dunkel gerandet. Die bräunlichen Nebenrückenlinien sind relativ breit. Die Stigmen sind schwarz gefärbt, sie liegen in einem schmalen, dunkleren Seitenstreifen. Die Bauchseite ist hell, der Kopf bräunlich. Die Raupen leben ausgesprochen polyphag und fressen an Wurzeln und Blättern vieler Pflanzenarten, unter denen sich auch Kulturpflanzen wie Getreide, Kartoffeln, Möhren, und Salat befinden. Unter den Nahrungspflanzen sind auch Fichten (Picea abies) und Lärchen (Larix decidua). Die Raupen der 1. Generation treten ab Herbst und nach der Überwinterung bis April auf, die der 2. Generation im Juli und August.
Puppe: Die Puppe ist hell rotbraun. Auf dem spitzen Kremaster sitzen zwei kurze Dorne. Die Verpuppung erfolgt im April in einer Erdhöhle.
Falter: Die Saateule bildet in Mitteleuropa meist 2 Generationen pro Jahr. Die Falter der 1. Generation fliegen von Mai bis Juli. Von August bis September können die Falter der 2. Generation beobachtet werden. Sehr spät im Oktober und November fliegende Falter können Vertreter einer 3. Generation sein. Die Blüten besuchenden Falter sind nachtaktiv und werden vom Licht angezogen. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist 10 Tage, maximal werden 23 Tage erreicht.