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Berner Alpen (Alpes Bernoises)
17.9.2018 Brigerbad (Campingplatz, 658 m) |
Flügelspannweite bis 40 mm |
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N1028196
Auch eine Gammaeule gesellt sich zu den vom künstlichen Licht angelockten Faltern. Informationen zum Tier: Art: Gammaeule (Autographa gamma). Verbreitung: Nordafrika und Eurasien mit Ausnahme des tropischen Bereichs, nördlich als Zuwanderer auch bis in die subarktischen Teile Asiens, nach Skandinavien, Island und Grönland. Regionale Verbreitung Alpen: Bis in höchste Lagen. Lebensräume: Der Falter ist nicht auf besondere Lebensräume spezialisiert und kann überall vorkommen. Lediglich geschlossene Waldgebiete werden gemieden. Merkmale: Die Flügelspannweite beträgt 35 - 40 mm. Die Falter sind grau bis braun gefärbt und besitzt eine charakteristische Zeichnung auf den Vorderflügeln, die dem Gamma aus dem griechischen Alphabet ähnelt. Mit Autographa pulchrina, Autographa buraetica, Autographa mandarina, Autographa jota, Autographa macrogamma, Trichoplusia ni, Ctenoplusia limbirena und Cornutiplusia circumflexa existieren vom Erscheinungsbild her sehr ähnliche Arten, die teilweise nur schwierig abzugrenzen sind. Ei: Das Ei ist weisslich, kugelig und unten abgeflacht. Es weist etwa 30 Längsrippen sowie feine Querrippen auf. Die Eier werden von Mai bis August einzeln oder in kleinen Gruppen abgelegt. Die Weibchen bevorzugen bei der Eiablage lückigen Bewuchs mit umgebenden offenen Bodenflächen. Daraus ergibt sich eine Vorliebe für in Garten und Feld angebaute Pflanzen. Raupe: Die Raupen erreichen eine Länge von bis zu 25 mm und sind variabel gefärbt. Das Spektrum reicht dabei von gelblich grün über bläulich grün bis zu einem dunklen grünlichen Grau. Sie verfügen nur über 3 Bauchbeinpaare. Der Rücken ist mit einem Muster aus feinen weissen Linien und Ringen versehen. Das Stigmatalband ist weiss oder gelblich. Der Kopf ist grün und mit charakteristischen schwarzen Seitenstreifen versehen, die jedoch manchmal fehlen können. Die Raupen schlüpfen nach etwa 2 Wochen und ernähren sich polyphag. Zu den Raupenfutterpflanzen gehören eine Vielzahl von Pflanzen ohne besondere Präferenz wie beispielsweise Brennnessel (Urtica spec.), Löwenzahn (Taraxacum spec.) oder Salat (Lactuca sativa). Junge Raupen leben versteckt an den Nahrungspflanzen und ruhen an der Blattunterseite. Später sind sie vorwiegend nachtaktiv und verbergen sich tagsüber am Boden oder an bodennahen Pflanzenteilen. Das Überwinterungsstadium ist die Raupe. Puppe: Die Puppe ist schwarzbraun, die Rüsselscheide kolbig verlängert. Am knopfförmigen Kremaster befinden sich einige Borsten. Zur Verpuppung legen die Raupen ein leichtes, relativ durchsichtiges Gespinst zwischen Pflanzenteilen an. Der Kokon wird nicht unbedingt an einer Nahrungspflanze abgelegt, die Raupen können bei der Suche nach einer geeigneten Verpuppungsstelle durchaus einige Meter zurücklegen. Falter: Bei der Gammaeule handelt es sich um einen klassischen Wanderfalter. Die stark variierenden Populationsstärken nördlich der Alpen sind weitgehend von der Quantität des Zuflugs aus dem Süden abhängig. Die tag- und nachtaktiven Falter fliegen in zwei bis mehreren Generationen pro Jahr von Ende Februar bis Anfang Dezember. In Mitteleuropa liegt die Hauptflugzeit zwischen Mai und Oktober. Hinsichtlich seiner Nahrung ist der Falter ein Generalist. Die Tiere fliegen bei der Nektarsuche in raschem Schwirrflug von Blüte zu Blüte. Sie setzen sich dabei oft nicht ruhig hin, sondern stehen mit schwirrenden Flügeln vor der Blüte und halten sich mit den Vorderbeinen an dieser fest. Die Falter orientieren sich beim nächtlichen Flug am Mondlicht. Sie werden von künstlichen Lichtquellen angelockt. |