Glarner Alpen
8.4.2019
Wädenswil (440 m)


Flügelspannweite bis 19 mm

N1029109
Ein Rotgebänderter Blütenspanner verbringt den Tag an meiner Balkontüre.
Informationen zum Tier:
Art: Rotgebänderter Blütenspanner (Gymnoscelis rufifasciata).
Verbreitung: Paläarktisch von den Kanarischen Inseln und Madeira bis in den Nordwesten Chinas. Der Schwerpunkt der Verbreitung liegt im Mittelmeerraum.
Regionale Verbreitung Alpen: Bis in Höhen von 2400 m.
Lebensräume: Wärmeliebende Art, die trockene Standorte mit einer mittleren Lufttemperatur von 8 - 9 Grad und Niederschlagsmengen von weniger als 700 mm/Jahr bevorzugt. Er besiedelt offene sommergrüne Misch- und Nadelwälder, Waldränder, Hecken, Buschland, Wiesen, Grasland, Moore, Heideland, Dünen, Öd- und Brachland, Gärten, Parks, Kulturland, warme und trockene Hänge, Felsen und Geröllhalden.
Merkmale: Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 11 - 19 mm. Die Labialpalpen sind grau und haben helle Spitzen. Stirn, Scheitel und Notum sind fahlgrau. Die Vorderflügel sind schmal, die Costalader ist gerade und der Apex ist spitz. Sie besitzen einen gräulich weisse Grundfärbung mit einem bräunlichen Farbton, die Querlinien sind meist leicht gebogen und dunkelbraun. Die Färbung des Basalfeldes reicht von einem fahlen bräunlichem Grau bis Rotbraun. Die äussere und die innere Querlinie sind am Flügelvorderrand (Costa) scharf gewinkelt. Das Mittelfeld ist zwischen der inneren Querlinie und der Mittellinie bräunlich grau bis ziegelrot und häufig dunkler als der Rest des Flügels. Die äussere Querlinie ist verdickt, normalerweise zweifach leicht gewinkelt und mit schwärzlichen oder rötlichschwarzen Strichen auf allen Adern versehen und von zwei fahlen Bändern umrandet. Das Saumfeld ist bräunlich grau und besitzt oft einen rötlichen oder ziegelroten inneren und einen weissen aschgrauen äusseren Bereich. Die Wellenlinie ist normalerweise gut ausgebildet und mehrfach gezackt. Ein Diskalpunkt ist nicht vorhanden. Die Hinterflügel sind gräulichweiss und tragen eine ziemlich kräftige Querlinien, wobei die äussere Querlinie besonders gut ausgebildet ist. Diese ist in der Mitte gewinkelt und mit einer Reihe von schwarzen Strichen auf den Adern versehen. Das Saumfeld ist häufig dunkler und besitzt bei einigen Exemplaren einen rötlichen Farbton. Die Wellenlinie ist deutlich ausgebildet und mehrfach gezackt. Der Diskalpunkt ist sehr klein oder zurückgebildet. Die Fransen sind bräunlich grau und an den Aderenden fahl grau oder weisslich gepunktet. Das Abdomen ist fahlgrau bis bräunlichgrau und besitzt manchmal einen rötlichen Farbton. Das zweite Abdominalsegment ist meistens dunkler, manchmal ziegelrot und schwarz umrandet. Die Schienen des hinteren Beinpaares besitzen ein Spornpaar. Die Art ist hinsichtlich Grösse, Grundfärbung und Zeichnung sehr variabel.
Ei: Nach einem längeren Balzflug findet die Paarung statt. Diese nimmt etwa 1 - 2 Stunden in Anspruch und findet in der ersten Nachthälfte statt. Die männlichen Tiere sterben kurze Zeit später, die Weibchen beginnen in der folgenden Nacht mit der Eiablage.
Raupe: Die Raupen erreichen eine Länge von bis zu 17 mm und haben eine sehr variable Grundfärbung. Sie reicht von weisslich über gelblichgrün, braun, rot bis lila. Auf dem Rücken befindet sich ein blasses Band, welches mit einer Reihe dunkler Rauten oder Dreiecke gezeichnet ist. Die Rückenzeichnung ähnelt einem nach hinten gerichteten Dreizack, ist manchmal krähenfussähnlich und kann gelegentlich auch nur schwach ausgebildet sein. Der Kopf ist gelblichbraun. Die Raupen leben polyphag an Blüten und Samen einer Vielzahl von krautigen Pflanzen, häufig in Gesellschaft mit Raupen anderer Spannerarten. Die Larven der ersten Generation leben von Ende April bis Mitte Juni, die der zweiten Generation von Anfang Juli bis Anfang Oktober. Unter warmen oder heissen klimatischen Bedingungen benötigen die Raupen nur 14 Tage bis zur Verpuppung.
Puppe: Die Dauer der Puppenruhe liegt im Idealfall bei etwa zehn Tagen. In Mitteleuropa überwintert die Art als Puppe.
Falter: Die Falter fliegen in Mitteleuropa in zwei Generationen von Mitte April bis Anfang Juni und von Ende Juni bis Ende August. Sie sind nachtaktiv und scheu. Sie können abends bei der Nektarsuche an Blüten angetroffen werden. Früchte und Köder werden ebenfalls angeflogen. In südlichen Regionen ist die Art polyvoltin, es werden ununterbrochen neue Generationen hervorgebracht.