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Berner Alpen (Alpes Bernoises)
9.5.2019 - Brigerbad (Badhalte, 743 m) |
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N1029333
Eine Ritterwanze sitzt an Wolfsmilch (Euphorbia). Informationen zum Tier: Art: Ritterwanze (Lygaeus equestris). Verbreitung: Von Südengland bis nach Sibirien und von Mittelschweden bis zum Mittelmeerraum. Regionale Verbreitung Alpen: In niedrigen und mittleren Lagen. Lebensräume: Wärmere Lebensräume wie Trockenrasen, lichte Wälder, Gebüsche oder Ruderalflächen. Merkmale: Ausgewachsene Exemplare sind etwa 11 - 12 mm lang. Man erkennt sie an der rot-schwarzen Zeichnung ihrer Körperoberfläche, den voll ausgebildeten Flügeln und den langen, kräftigen Beinen. Die schwarzen Flecken der Oberseite bilden ein an ein Ritterkreuz erinnerndes Muster, worauf der deutsche Name dieser Wanze Bezug nimmt. Kennzeichnend ist ferner je ein kreisrunder, weisser Fleck auf den Membranen, der für Wanzen charakteristisch ausgebildeten Vorderflügel (Hemielytren). Da sich die Membranen überlappen, erscheinen diese zu einem einzigen Fleck vereinigt. Die rot-schwarze Zeichnung der Ritterwanzen hat eine abschreckende Wirkung und dient dem Schutz der Tiere. Grössere Ansammlungen solcher Arten erhöhen die abschreckende Signalwirkung gegenüber Räubern. Ritterwanzen sind von der Schwesternart Lygaeus simulans nur schwierig zu unterscheiden. Lebensweise: Die Tiere laufen oft gesellig auf dem Boden umher oder klettern an Pflanzen. Nahrung: Pflanzensäfte, insbesondere von Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria), Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis) und zuweilen auch Löwenzahn. Paarung: Die Partnerfindung erfolgt durch Laute, die für das menschliche Ohr kaum zu hören sind. Der Paarungsakt kann bis zu 24 Stunden dauern und erfolgt im Juni. Ei: Bis zu 60 Eier werden in kleinen Gruppen in der lockeren Bodenstreu abgelegt. Larve: Die Larven schlüpfen nach einem Monat. Sie häuten sich fünfmal, bevor sie nach etwa 40 Tagen ausgewachsen und flugfähig sind. Imago: Ritterwanzen verbringen den Winter gesellig unter Bodenstreu und Rinde. Lebenserwartung: Die Tiere werden etwa ein Jahr alt. Feinde: Durch die Speicherung, beziehungsweise Umwandlung der giftigen Inhaltsstoffe ihrer Nahrungspflanzen werden sie für potenzielle Fressfeinde ungeniessbar. |
Körperlänge bis 12 mm |