Berner Alpen (Alpes Bernoises)
12.6.2019 - Brigerbad (Campingplatz, 656 m)
N1029634
Ein Baumweissling sitzt auf Nektarsuche an einer Nelke.
Informationen zum Tier:
Art: Baumweissling (Aporia crataegi).
Verbreitung: Von Nordwestafrika im Westen bis nach Transkaukasien und Japan im Osten. Im Süden findet man ihn in der Türkei, in Zypern, Israel, Libanon und Syrien. Er fehlt auf den Britischen Inseln und in Nordskandinavien.
Regionale Verbreitung Alpen: Bis in Höhen von 2000 m, in wechselnder Häufigkeit.
Lebensräume: Der Schmetterling ist hinsichtlich seines Lebensraumes sehr variabel. Er kommt an sonnigen gebüschreichen Lagen vor. Dazu gehört insbesondere Kulturland mit zahlreichen Futterpflanzen. Er zeigt eine Vorliebe für offenes Gelände, in dem Disteln vorkommen.
Merkmale: Die Flügelflächen sind weiss, während sich die schwarz gefärbten Adern der Männchen deutlich absetzen. Die Männchen haben immer einen schwarzen Diskoidalfleck auf den Vorderflügeln, der bei den Weibchen häufig fehlt. Daneben sind diese an bräunlich gefärbten Adern und einer schwächeren Beschuppung der Flügel zu erkennen. Die Flügelspannweite beträgt zwischen 60 und 80 mm.
Paarung: Die Paarung findet oftmals unmittelbar nach dem Schlüpfen des Weibchens statt.
Ei: Die Weibchen legen oberseitig an den Blättern der Frasspflanzen (Prunus-, Cerasus- und Crataegus-Arten, Padus avium, Pyrus communis, Malus domestica, Sorbus aucuparia und andere) 70 - 90 gelbliche, kegelförmige Eier in Gelegen ab. Der Eingriffelige Weissdorn (Crataegus monogyna) wird dabei oft bevorzugt. Nach etwa 14 Tagen verfärben sich diese grün und einen Tag danach schlüpfen die Raupen.
Raupe: Die Raupe ist gräulich behaart, am Rücken schwarz mit 2 orangeroten, breiten Längsstreifen. Sie kann ab August beobachtet werden und lebt anfangs gesellig. Die Überwinterung erfolgt gemeinsam zwischen zusammengesponnenen Blättern auf den Ästen der Futterpflanze.
Puppe: Die Puppe ist hell grünlichgelb gefärbt und mit einem Muster schwarzer Flecken versehen. Sie ist am Kremaster und mit einem Gürtelfaden kopfaufwärts an den Zweigen der Futterpflanze befestigt.
Falter: Der Falter fliegt in einer Generation in Mitteleuropa im Juni und Juli sowie in Südeuropa von Mitte April bis Juli. Er saugt an den Blüten von verschieden Distelarten, Luzerne, Natternkopf, Wiesensalbei, Rotem Wiesenklee und Rotem Hartriegel. Die Falter werden oft auch in grosser Zahl an Pfützen bei der Aufnahme von Mineralien beobachtet.
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Flügelspannweite bis 80 mm