Berner Alpen (Alpes Bernoises)
25.8.2019 - Brigerbad (Campingplatz, 658 m)
N1030174
Ein Männchen des Kleespinners hat sich vom Licht angelockt in die sanitären Anlagen des Campingplatzes verirrt.
Informationen zum Tier:
Art: Kleespinner (Lasiocampa trifolii).
Verbreitung: Europa ausser dem hohen Norden und dem Norden Grossbritanniens, östlich bis in den Iran. Sie sind weit verbreitet und manchmal häufig, in den meisten Gegenden aber in den Populationen rückläufig.
Regionale Verbreitung Alpen: Im Gebirge nur in tiefen Lagen.
Lebensräume: Trockene, mit Gras bewachsene Biotope wie Trockenrasen und Weiden, selten auf Feuchtwiesen.
Merkmale: Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 34 - 67 mm. Die Männchen haben eine rötliche oder graubraune Flügelgrundfärbung. Auf den Vorderflügeln ist ein weisser, dunkel gerandeter Diskoidalfleck und eine leicht S-förmig geschwungene, gelbliche Binde erkennbar, die etwa zwischen 2. und 3. Flügeldrittel verläuft. Die Weibchen haben die gleiche Flügelgrundfarbe, ihre gelbliche Binde ist aber meist schwach ausgeprägt oder dunkel gefärbt.
Ei: Die Weibchen werfen ihre braunen oder grauen, fleckigen Eier im Flug über Wiesen ab.
Raupe: Die Raupen werden etwa 75 mm lang. Sie haben eine dunkelgraue Färbung, von der man aber wegen ihrer sehr dichten und langen, weissen und ocker- oder orangefarbenen Behaarung nur wenig erkennen kann. Zwischen den Segmenten sind die Ringe deutlich dunkel gefärbt, wobei dort drei Längsreihen bläulich weisser Punkte gezeichnet sind. Es gibt auch sehr dunkle Raupen mit nur weissen Haaren oder fast komplett graue Tiere. Ihr Kopf ist rostbraun und hat vorne eine schwarze und gelbliche Zeichnung. Sie tragen Brennhaare, deren Berührung schmerzhaft sein kann. Die Raupen schlüpfen teilweise noch im Herbst, teilweise nach einer Überwinterung im nächsten Frühling. Man findet sie bis Mai und Juni. Sie sind Einzelgänger und leben gut versteckt in der dichten Wiesenvegetation. Man kann sie gelegentlich beobachten, wie sie sich mit dem Kopf nach unten ruhend hoch auf Grashalmen sonnen. Sie sind sehr scheu und lassen sich bei Beunruhigung sofort zusammengerollt fallen. Anfangs ernähren sie sich nur von Gräsern, später fressen sie auch verschiedene niedrig wachsende Pflanzen, bevorzugt Schmetterlingsblütler (Faboideae).
Puppe: Die Verpuppung erfolgt nahe am Boden in einem robusten, pergamentartigen, braungelben, tönnchenförmigen Kokon. Die Puppe ist graugrün oder bräunlich.
Falter: Die Falter fliegen in einer Generation ab Juli bis in den September. Die Männchen fliegen meist nachmittags, die Weibchen abends.
N1030174

Flügelspannweite bis 67 mm

Fundort: Innenbereich, vom Licht angelockt.