Berner Alpen (Alpes Bernoises)
29.8.2019 - Brigerbad (Campingplatz, 658 m)
N1030204
Ein Schwarzes Ordensband, vom Licht angelockt.
Informationen zum Tier:
Art: Schwarzes Ordensband (Mormo maura).
Verbreitung: Von Nordwestafrika durch ganz Südeuropa, östlich bis Kleinasien, Naher Osten, Irak und Turkestan, lokal, zuweilen nicht selten. Die Nordgrenze bildet im Westen Nordirland und Mittelschottland, in Mitteleuropa Norddeutschland und Polen. In einigen Nordischen Ländern gibt es Einzelfunde.
Regionale Verbreitung Alpen: Bis in Höhen von 1000 m.
Lebensräume: Vorwiegend in Wassernähe - Flussniederungen, Auen, Moore, Ufergebiete von Bächen, Teichen und Seen.
Merkmale: Mit einer Flügelspannweite von 63 - 74 mm zählen die Falter zu den grösseren Arten. Die Vorderflügel sind sehr breit und dunkelbraun gefärbt, wobei sich das Mittelfeld deutlich schwarzbraun hervorhebt. Am Vorderrand befinden sich einige markante schwarze Strichflecke. Die Wellenlinie ist breit und dunkel angelegt, Ring- und Nierenmakel sind hell gerändert. Arttypisch ist das breite, schwarze Band vor dem Saum auf den Hinterflügeln, das mit gelbbraunen Linien eingefasst ist. Auf Thorax und Hinterleib befinden sich einige braune Haarschöpfe. Die Fühler der Männchen sind mit kurzen Wimpern versehen, diejenigen der Weibchen sind fadenförmig.
Ei: Das Ei hat eine kugelige Form, ist jedoch am oberen Pol leicht sowie am unteren Pol stark abgeflacht. Es schimmert weisslich bis gelblich. Die Oberfläche ist mit kräftigen Längsrippen versehen, von denen aber nur wenige die Mikropylzone erreichen.
Raupe: Erwachsene Raupen sind von brauner Grundfarbe. Sie wirken dick und walzig. Am 11. Segment sind eine gelbgraue Erhöhung sowie ein gelblichweisser, dick schwarz gesäumter Querstrich zu erkennen. Die weisslichen Rücken- und Nebenrückenlinien verlaufen unregelmässig. An den Seiten sind helle, schwarz eingefasste Schrägstriche vorhanden. Die Stigmen sind rot gefärbt und schwarz umrandet. Die Raupen entwickeln sich ab August. Das Hauptwachstum der dann nachtaktiven Raupen findet nach der Überwinterung ab März bis Mai statt. Sie ernähren sich von Blättern verschiedener niedriger Pflanzen wie Löwenzahn (Taraxacum), Wiesen-Sauerampfer (Rumex acetosa) oder Brennnessel (Urtica dioica) sowie von in der Nähe von Wasser wachsenden Gehölzen wie Erlen (Alnus), Weiden (Salix) und Pappeln (Populus). Dabei halten sie sich bevorzugt an den unteren Zweigen auf.
Puppe: Die rötlichbraune Puppe zeigt eine blaue Bereifung sowie zwei gekrümmte Dornen und einige feine Borsten am Kremaster. Die Verpuppung erfolgt im Mai des Folgejahres am Boden in einem dichten, Wasser abweisenden Gespinst.
Falter: Die nachtaktiven Falter fliegen in einer Generation von Ende Juni bis Anfang Oktober mit einem Maximum im Juli und August.
N1030204

Flügelspannweite bis 74 mm

Fundort: an Hauswand, vom Licht angelockt.