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Glarner Alpen
14.4.2020 - Wädenswil |
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N1031955
Ein Grauer Zwergspanner hat sich an der Hausmauer niedergelassen. Informationen zum Tier: Art: Grauer Zwergspanner (Idaea seriata). Verbreitung: In West-, Mittel- und Nordeuropa weit verbreitet, nordwärts bis nach Dänemark und in das südliche Skandinavien, ostwärts bis nach Russland (Moskau bzw. Weliki Nowgorod). Idaea seriata wird beginnend vom Nordosten Spaniens über den mittleren und östlichen Mittelmeerraum bis zur Krimhalbinsel durch die Unterart Idaea seriata canteneraria ersetzt. Ausserhalb Europas findet man den Grauen Zwergspanner im Osten Algeriens, in Tunesien, der Türkei, auf Zypern, im Kaukasus und im Nordwesten des Transkaukasus. Lebensräume: Die Art zählt in Mitteleuropa zu den Kulturfolgern, sie wird ausserhalb der Siedlungsbereiche nur selten angetroffen. In Südeuropa sind die Falter allgegenwärtig, besonders zahlreich treten sie in mediterranen Dickicht- und Gebüschlandschaften auf. Geeignete Habitate befinden sich bis in etwa 500 m Höhe, im Südosten Frankreichs steigt die Art noch etwas höher. Die Unterart Idaea seriata canteneraria lebt bis in etwa 1000 m, in Ausnahmefällen bis in 1800 m Höhe. Merkmale: Die Flügelspannweite der Falter ist variabel und reicht von 13 - 22 mm. Die Vorderflügel besitzen eine schmutzigweisse Grundfärbung und sind in Bezug auf ihre Färbung und Zeichnung sehr variabel. Die innere Querlinie ist undeutlich und fehlt auf den Hinterflügeln. Der Mittelschatten ist dunkelgrau und verläuft durch den Mittelpunkt oder saumwärts davon und setzt sich auf den Hinterflügeln fort. Die äussere Querlinie ist durch Aderpunkte gekennzeichnet. Die Wellenlinie ist auf beiden Seiten dunkel angelegt. Die Saumlinie ist strichförmig und die Fransenpunkte sind deutlich schwärzlich gezeichnet. Neben der typischen schmutzigweissen Färbung wird in Abhängigkeit von den Umweltbedingungen (hohe Temperaturen und Trockenheit während der Präimaginalstadien das Entstehen von melanistisch gefärbten Exemplaren begünstigt. So treten Falter mit rauchgrau übergossenen Flügeln in Erscheinung, bei denen die Zeichnung gerade noch erkennbar ist. Ebenso solche, die eine scharfe, breite, helle Wellenlinie vor dem Saum aufweisen. Daneben werden auch Exemplare mit dunkelgrauen beziehungsweise schwarz verdunkelten Flügeln und hellen Fransen beobachtet. Ei: Die Eier sind zunächst graugelb und werden später rosafarben mit unregelmässigen Flecken. Die Oberfläche zeigt ein Netzwerk von feinen polygonalen Grübchen. Raupe: Die Raupe ist relativ lang und schlank. Sie verringert ihren Durchmesser zum Vorderende hin etwas. Sie zeigt starke Einschnürungen und deutliche seitliche Kiele. Sie ist hellbraun, rotbraun, hellgrau- oder dunkelgrau gefärbt. Die Zeichnung ist variabel, oft mit Rautenflecken auf dem Rücken, die von einer schmalen, hellen Rückenlinie durchschnitten werden. Der Kopf ist verhältnismässig klein. Die Raupen der ersten Generation können im September und nach der Überwinterung im Mai beobachtet werden. Die zweite Raupengeneration entwickelt sich von Juli bis August. Die Raupen ernähren sich polyphag, wobei sie vertrocknete und verwelkte Blätter krautiger Pflanzen sowie verwesende Pflanzenreste bevorzugen. Puppe: Die Puppe ist relativ schlank. Sie misst 6½ mm in der Länge und 1,7 mm im Durchmesser. Sie ist grau-gelbbraun gefärbt, mit dunklen Sprenkeln, und auf dem Rücken dunkel gefleckt. Der Kremaster ist mittelgross und am Ende abgerundet. Er ist etwa so lang wie an der Basalseite breit. Die 3 Paar hakenförmiger Borsten sind gleichförmig und etwa so lang wie der Kremaster. Falter: Der Graue Zwergspanner bildet in Mitteleuropa 2 Generationen im Jahr, deren Falter von Ende Mai bis Ende Juli und von Anfang August bis Mitte Oktober fliegen. Im Norden des Verbreitungsgebietes kommt nur eine Generation zustande, die von Mitte Juni bis Mitte August fliegt. Die im Süden beheimatete Unterart reproduziert sich im küstennahen Flachland während des gesamten Jahresverlaufs. In höheren Lagen werden nur noch 3 Generationen gebildet, die von Anfang Mai bis Anfang Juli, von Mitte August bis Ende September und von Anfang Oktober bis Mitte November leben. Tagsüber findet man die ruhenden Falter häufig auf hellen Wänden, die Hauptaktivitätszeit liegt in der Dämmerung. Nektar saugende Falter wurden an Blüten von Sommerflieder (Buddleja) und Heckenkirschen (Lonicera) beobachtet. |
Flügelspannweite bis 22 mm. Die Flügelspannweite des abgebildeten Tieres beträgt 20 mm. |