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Glarner Alpen
27.4.2020 - Wädenswil (440 m) |
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N1032079
Ein Männchen des Lindenschwärmers sitzt am Holz einer Blumenkiste. Informationen zum Tier: Art: Lindenschwärmer (Mimas tiliae). Verbreitung: Mittel- und Südeuropa, im Norden und Westen der Türkei östlich über Transkaukasien, Dagestan, Aserbaidschan und den Norden des Iran bis in den Westen Sibiriens. Die Art fehlt in Irland, Schottland, im Norden Skandinaviens und im arktischen Russland. In Spanien und Portugal ist die Art fast nur aus dem Norden bekannt. Regionale Verbreitung Alpen: Bis in Höhen von 1500 m. Lebensräume: Die Falter halten sich nur sehr selten weit entfernt von Laubwäldern auf, wo sie lichte Flusstäler mit reichen Beständen an Linden (Tilia) und Ulmen (Ulmus) bevorzugen. Man findet sie aber insbesondere in Mitteleuropa auch in Gärten und Plantagen mit Kirschbäumen und in Alleen und Parks, auch in Städten. Feuchte Berghänge mit Bewuchs von Grün-Erlen (Alnus viridis) werden ebenso besiedelt. Merkmale: Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 60 - 80 mm. Wie bei allen Arten der Gattung Mimas ist der Vorderflügelaussenrand gewellt, ebenso ist der Saugrüssel sehr kurz und zurückgebildet. Die Grundfarbe der Tiere ist fuchsrot, braun, grau, gelb oder grün. Die Vorderflügel der Weibchen sind meist bräunlich, die der Männchen gehen deutlich ins Grünliche. Der Hinterleib der Weibchen hat gerade Seitenränder und ist sehr dick, da die meisten Eier bereits nach dem Schlüpfen aus der Puppe voll entwickelt sind. Der Hinterleib der Männchen ist dagegen schlanker und deutlich nach oben gekrümmt. Die Musterung der Flügel ist ebenfalls sehr variabel. Die breite, mittig über den Vorderflügel laufende dunkle Binde kann durchgezogen, unterbrochen oder komplett fehlend sein. Gynandromorphismus ist häufig zu beobachten. Ei: Die Weibchen legen bis zu 130 Eier meist paarweise an der Unterseite der Nahrungspflanzen ab. Dies geschieht bevorzugt im Kronenbereich der Bäume. Die Eier sind 1,75 mal 1,4 mm gross, deutlich entlang der Rücken- und Bauchseite abgeflacht und glänzend blass olivgrün. Raupe: Die Raupen findet man von Juli bis September, die der 2. Generation gelegentlich auch bis Oktober. Die Raupen werden 55 - 65 mm lang und sind grün oder blaugrau. Nach dem Schlupf sind die noch sehr schlanken Tiere blassgrün und etwa 6 mm lang. Das Analhorn ist dunkel und etwa so lang wie ein Drittel des Körpers. Nach und nach bilden sich seitlich am Körper zunächst hellgelbe, später dunkelgelbe Schrägstreifen aus. Im 4. Stadium können sich an der Vorderseite der Schrägstreifen kleine rote Streifen ausbilden. Der Körper ist dann gelb- oder blaugrün gefärbt und trägt zahlreiche kleine gelbe Tuberkel. Ausgewachsene Raupen sind schlanker als die der anderen Arten der Gattung. Ihr Körper ist am vorderen Teil deutlich schlanker als im hinteren. Die Kopfkapsel ist fast dreieckig. Das Analhorn ist oberseits blau oder violett, die Seiten und die Unterseite sind rot und gelb. Die Analplatte ist rötlichgelb und mit Tuberkeln versehen. Kurz vor der Verpuppung verfärben sich die Tiere auf der Unterseite blass grün-violett, auf der Oberseite graubraun. Die Tuberkel sind dann cremefarben, die roten Streifen verblassen. Der Körper der Tiere schrumpft in diesem Stadium deutlich. Die Raupen ernähren sich vorwiegend von vielen verschiedenen Arten der Linden (Tilia), Ulmen (Ulmus), Erlen (Alnus) und Prunus-Arten. In Nord- und Mitteleuropa werden daneben gelegentlich auch Hänge-Birke (Betula pendula), Eichen (Quercus), Gemeine Hasel (Corylus avellana), Ahorne (Acer) und Mehlbeeren (Sorbus) gefressen. Daneben findet man die Art gelegentlich auch an Äpfeln (Malus), Birnen (Pyrus) und Eschen (Fraxinus). In den südlicheren Gebieten wird auch zusätzlich Echte Walnuss (Juglans regia), Edelkastanie (Castanea sativa), Gewöhnliche Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) und Maulbeeren (Morus) gefressen. Die frisch geschlüpften Raupen fressen die Eischale nicht, sondern suchen sich einen geeigneten Rastplatz auf der Unterseite eines Blattes. Dort verharren sie für Schwärmer typisch aufgerichtet und fressen erst nachts. Vor der ersten Häutung sind die Tiere ungefähr 11 mm lang. Gelegentlich kann man Massenauftreten der Tiere beobachten. Puppe: Die Verpuppung erfolgt unter lockeren Grasbüscheln oder gelegentlich unter feuchtem Laub und flachen Steinen. Nackter Erdboden wird gemieden, selten vergraben sich jedoch manche Tiere 1 - 2 cm tief in lockerer, kieseliger oder mulmhaltiger Erde. Selten findet man Puppen auch hoch an Bäumen in Rindenritzen oder unterhalb von loser Rinde. Die Puppe ist 30 - 35 mm lang und sehr dunkel braun gefärbt, besitzt jedoch einen rötlichen Schimmer. Ihre Oberfläche ist rau. Die Puppe überwintert. Falter: Die Art fliegt in Nordeuropa in einer Generation von Ende Mai bis Anfang Juli, weiter südlich in zwei im Mai und August. Die Imagines schlüpfen morgens und ruhen sich zunächst an den Ästen der Nahrungspflanzen aus, um ihre Flügel voll zu entfalten. Danach fliegen die meisten Falter in das Blattwerk, zwischen dem auch die Paarung stattfindet. Wie bei Schwärmern üblich ist dabei das Männchen mit dem Körper in entgegengesetzter Richtung am Hinterleib des Weibchens angekoppelt. Die Paarung kann bis zu 20 Stunden dauern. Anschliessend lässt sich das Männchen auf den Boden fallen und fliegt bei Sonnenuntergang davon. Das Weibchen fliegt kurz nach Sonnenuntergang und beginnt sofort mit der Eiablage. Die Falter fliegen nur für kurze Zeit, sodass sie etwa zwei Stunden nach Sonnenuntergang kaum noch beobachtet werden können. Wegen ihres zurückgebildeten Saugrüssels können sie keine Nahrung aufnehmen und fliegen daher keine Blüten an. Männchen werden stark durch Lichtquellen und unbegattete Weibchen angelockt. |
Flügelspannweite bis 80 mm. Die Flügelspannweite des abgebildeten Tieres beträgt 84 mm. |